Berufsorientierung
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Berufsorientierung – Wie geht denn das?
Welche Aufgaben hat ein Schüler bei seiner Berufsorientierung?
• Fähigkeiten, Stärken, Interessen herausfinden bzw. bewusst machen
• Praktische Tätigkeiten ausprobieren und testen
• Passende Berufe ermitteln
• Ausbildungsmöglichkeiten in der Region herausfinden
• Kontakt mit Ausbildungsfirmen oder weiterführenden Schulen aufnehmen
• Bewerbung trainieren
Und wozu das Ganze?
Ein berufsorientierter Schüler kann Berufe nennen, in denen er ausgebildet werden möchte:
- die seinen Fähigkeiten entsprechen (persönliche Voraussetzungen)
- die für ihn realisierbar sind (vorhandene Ausbildungsmöglichkeiten)
- die er interessant findet (Motivation)
- ... und er weiß, was er tun muss, um diesen Beruf zu erlernen (Berufswegeplan)
Diese konkrete Vorstellung über die berufliche Zukunft fördert die Leistungsmotivation, das Selbstvertrauen und die Reife des Schülers.
Wie hilft die Schule bei der Berufsorientierung der Schüler?
Es ergeben sich folgende Schwerpunkte für die Unterstützung bei der Berufsorientierung:
a) Informationsvermittlung: Branchen; Berufe; regionale Ausbildungsmöglichkeiten; Vermittlungshilfen; weiterführende Schulen; Ansprechpartner
b) Selbsterkundung: Fähigkeiten, Wissen, Stärken, Hobbys, Interessen, Praxistest, Fremd- und Selbsteinschätzung
c) Umsetzung: (entscheiden, planen, entwickeln): Berufswegeplan, Bewerbungsaktivitäten, Förderplanung
Flankierend dazu läuft der Bildungs- und Entwicklungsprozess, der zur Ausbildungsreife führen soll. Der Berufsorientierungsprozess führt zur Berufswahlreife und ist ein Teil der Ausbildungsreife. Das bedeutet, dass ein berufsorientierter Schüler nicht automatisch ausbildungsreif ist. Aber: Das Bild von der beruflichen Zukunft, kann den Reifeprozess des Schülers fördern.
Mit folgenden Instrumenten unterstützt die Schule den Berufsorientierungsprozess der Schüler:
Assessmentverfahren
Schüler absolvieren praktische Übungen, die aus verschiedenen Berufen/Berufsfeldern stammen. Während der Übung wird die Qualität der Arbeit beobachtet und protokolliert. Der Schüler erhält so eine Möglichkeit, typische Tätigkeiten eines Berufes auszuprobieren und für sich zu entscheiden, ob ihm diese Art Arbeit zusagt. Folgende Berufsfelder wurden im letzten Assessment in der Schule angeboten: Hauswirtschaft, Holz, Metall, Maler, Pflege und Verkauf.Schulpraktikum
Jeder Schüler absolviert in seiner Schulzeit wenigstens ein Betriebspraktikum in einem Zeitraum von zwei bzw. drei Wochen. Dieses Praktikum kann bereits als Chance für einen späteren Ausbildungsplatz gesehen werden. Zumindest sollte es genutzt werden, um tiefere Einblicke in ein geeignetes Berufsfeld zu finden. WICHTIG! Nicht irgendein Praktikum suchen.Berufswahlpass
Der Berufswahlpass ist ein weißer DIN-A4-Ordner in dem von Klasse 7 beginnend bis zum Verlassen der Schule alle Unterlagen der Berufsorientierung gesammelt werden. Die Inhalte werden in Abstimmung mit den Klassen und Fachlehrern im Unterricht bearbeitet.Plus-Mappe
PLUS= Persönliche Leistungen und Stärken. Kernstück dieser Mappe ist ein Formular, in dem außerschulische Leistungen dokumentiert werden können. Zum Beispiel für ehrenamtliche Leistungen in Vereinen. Besonders wertvoll sind die Nachweise für die Bewerbungsmappe, denn sie dokumentieren verantwortungsvolles gesellschaftliches Engagement. Formulare und nähere Infos gibt es beim Jobcoach.Nachweis über ehrenamtliche Tätigkeit
In der BGGS gibt es für die ehrenamtliche Tätigkeit als Hausaufgabenhelfer, Buslotse und Streitschlichter eine Urkunde. Zu erfragen bei Frau Kindler.Ausbildungsinformationstag/Informationsveranstaltungen
Um den Informationsbedarf über Ausbildungsberufe und regionale Ausbildungsmöglichkeiten zu decken organisiert die Schule im August/September jeden Jahres Veranstaltungen für Schüler und Eltern. Termine werden über Elternbriefe mitgeteilt.Agentur in Schule
Die Agentur für Arbeit kommt für Beratungsgespräche „Berufsorientierung“ in die Schule. Der Bedarf muss zuvor angemeldet werden und wird vom Jobcoach abgefragt. Zuständig für unsere Schule ist Arbeitsberater Herr Hippel.Informationen über freie Ausbildungsstellen
Über den Unternehmensservice des Landkreises werden regelmäßig freie Ausbildungsstellen an den Jobcoach gemeldet und an die Abgangsklassen weitergeleitet oder an der Informationswand ausgehängt.Bewerbungstraining
In Kooperation mit der AOK und dem Bankverein Bebra sowie im Arbeitslehre- und Deutsch-Unterricht werden alle Teile des Bewerbungsprozesses trainiert.BO-Angebote im Wahlpflichtunterricht
„Start ins Berufsleben“ – Frau Badurzick-Höner„Holz“ und „Metall“ – in Kooperation mit den Beruflichen Schulen
„Fit for Quality“ – Frau Kindler, Herr Lissner.
BO-Angebote im Wahlunterricht oder zeitlich begrenzten Kursen
„Vertiefte Berufsorientierung“ nennt sich ein Programm, das in acht einzelnen Modulen Themen der Berufsorientierung anbietet. Termine kann der Jobcoach benennen.Girls-Day/Boys-Day
Schüler erkunden einen Tag lang die Berufewelt bei Verwandten und Bekannten.Betriebsbesichtigung/Betriebserkundung
Die Klassenlehrer oder Arbeitslehre-Lehrer organisieren mit ihren Klassen selbständig die Betriebsbesichtigungen oder -erkundungen. Allen voran bieten die Kooperationspartner Continental und Railion Besichtigungen an.Besuch im BIZ und in den Beruflichen Schulen Bebra
Die Klassenlehrer oder Arbeitslehre-Lehrer organisieren mit ihren Klassen selbständig die Besuche im Berufs-Informations-Zentrum der Arbeitsagentur Bad Hersfeld und in den Beruflichen Schulen Bebra.Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen
Enger kooperiert die Schule mit zwei Unternehmen: Railion Deutschland AG (im Standort Bebra) und Continental. Festgelegt sind die Inhalte dieser Kooperation in einem Vertrag.Jobcoach
Der Jobcoach unterstützt die Schule in der Organisation und Durchführung von Maßnahmen zur Berufsorientierung. Darüber hinaus steht er jedem einzelnen Schüler und seinen Eltern als vertraulicher Gesprächspartner in der Schule (eigenes Büro) zur Verfügung.Jobcoach der BGGS: Ümit Tetik

